Machst du mich an? Dann pass mal auf wie ich MamaRebell sein kann!

Ich rufe zum MamaWeltFriedenTag auf!

Ich hab mir nie Gedanken darüber gemacht, wie ich meine Kinder erzieh, oder besser gesagt, ich wollte sie nie (v)erziehen. Ich hab noch nie einen Ratgeber darüber gelesen. Ich bin gestern zufällig zur Erkenntnis gekommen, dass ich wohl Attachment Parenting betreibe. Anstrengend? Für mich nicht. Vielleicht erzieh ich auch antiautoritär, keine Ahnung, vielleicht sind meine Kinder (zu?) selbstbestimmt? Vielleicht. Ganz ehrlich? Mir ist sch…egal wie sich mein Erziehungsstil nennt. Ich begleite meine Kinder ins Leben. So wie ich gerne ins Leben begleitet werden würde. Das mach ich. Nicht mehr und nicht weniger.

Ich hab im Geburtshaus geboren. Und im Krankenhaus. Einmal sogar mit PDA. Die einen finden mich jetzt wahrscheinlich toll weil ich im Spital war, die andern weil ich im Geburtshaus war. Dritte finden mich doof weil ich nicht zu Hause geboren hab. Ich hab alle meine drei Geburten genossen und ja, ich glaube daran, dass frau schmerzfrei gebären und eine Geburt geniessen kann. Bin ich jetzt ein Freak? Ein Spinner? Für manche vielleicht schon. Mir egal.

Ich stille. In der Öffentlichkeit. Zu Hause, im Bus, im Freibad, in der Bahn, beim Zahnarzt. Ich finde, meine Brust ist dazu gemacht. Ich entscheide, wie lang ich stillen will. Und sorry, meine Lieben wenn mein Kind dann schon älter als sechs Monate ist und noch an meinem Nippel hängt. Vielleicht ist es mit zwei Jahren noch dran, wer weiss!?!? Ist das zu abwegig für euch? Die WHO empfiehlt neben dem ausschliesslichen Stillen in den ersten sechs Lebensmonate die Zufütterung mit Muttermilch bis ins vollendete zweite Lebensjahr. Hm, wir sprechen nur leider immer nur von den ersten 6 Monaten. Egal. Ich stille. Nicht weil es irgendwer so empfiehlt, sondern weil ich es gern mach. Weil ich mein Kind gern an meinem Nippel nuckel seh! Jaaaaa genau! Und das hat nix mit sex zu tun! (einfach das ichs gesagt hab)

Ich wickle mit Stoffwindeln. Bin ich jetzt grün? Oh sorry, in diese Schublade pass ich wohl eher nicht, denn ich esse Fleisch. Zwar wenig, aber ich esse es. Und Eier auch. Also vegetarier kann man mich nicht nennen, vegan zu leben find ich cool bei jedem ders macht, aber ich glaube mich würde es zu sehr einschränken. Wer weiss, vielleicht komm ich doch mal auf den Geschmack und in zwei Jahren leb ich dann doch auch vegan, who knows. Ich bin so frei.

Ich bin sauer. Weil Frauen einfach manchmal doof sind. Sorry, aber wenn irgend eine Lebensweise oder ein Erziehungsstil in manchen Köpfen keinen Platz finden, dann wirds irgendwie schnell herablässig, beleidigend, böse. Das musste ich gestern kurz erfahren. Ich gehe nicht weiter darauf ein. Will ich jetzt nicht, weil das hat mit dem Text hier nichts mehr zu tun. Ist vorbei und ich nimm das nicht so ernst. Es ist auch direkt nicht um mich gegangen. Nur hab ich jetzt schon des öfteren solche MamiWars miterleben dürfen.

Immer dieses doofe Schubladendenken. Echt jetzt. Hat uns das irgendwann mal weiter gebracht? Ich versteh ja, dass gewisse Menschen ein paar Schubladen brauchen um sich sicher zu fühlen, ich brauch sie nicht. Und ich hab keinen Bock darauf, mir anhören zu müssen was richtig und was falsch ist. Mein Leben, meine Entscheidungen, meine Konsequenzen. Wenns jemand stört dann möcht ich einen kleinen Rat geben: Dann schau bitte mal bei dir hin, WIESO du dich davon so mitreissen lässt und nicht bei dir sein kannst, vielleicht lernst du dann ein bisschen über die Schublade hinweg zu denken.

Lasst uns voneinander lernen, macht mal den Horizont ein bisschen weiter bitte!

Trifft ihr eine Frau, die einen Orgasmus hatte während der Geburt? Dann fragt sie wie sie das hin gekriegt hat! Fragt euch, ob ihr das für euch auch gern hättet, es euch erlauben würdet. Wenn nicht, wieso?!?

Trifft ihr eine Frau, die ihr dreijähriges Kind noch stillt? Dann fragt sie, weshalb sie das noch macht, und fragt euch, weshalb ihr das nicht mehr tut.

Ihr trifft eine Mutter, die sich und ihre Kinder vegan ernährt? Dann fragt mal, was vegane Ernährung überhaupt ist, wie es ihnen dabei so geht.

Macht mal euer Herz auf bitte. Und lasst die Menschen ihre Geschichte erzählen. Wertfrei. Vielleicht könnt ihr daraus auch etwas für euch mitnehmen, etwas lernen. Wenn nicht, dann habt ihr wenigstens euch eurem Gegenüber geöffnet und es mit Respekt behandelt. Und jeder Mensch verdient Respekt. Jeder.

Hört auf zu verurteilen. Hört auf alles richtig machen zu wollen. Ihr verliert euch sonst in doofen GlaubenssatzDiskussionen. Hört doch einfach mal auf euer Herz und euren Bauch und lasst die andern das Gleiche tun. Der Kopf ist rund um in alle Richtungen denken zu können, 360°.  Macht mal eure Schubladen auf bitte.

Ich hab euch lieb. Peace. 

 

 

 

7 thoughts on “Machst du mich an? Dann pass mal auf wie ich MamaRebell sein kann!

  1. Liebe Tanja. Ich bin deinem Blogg beigetretten, weil ich deine Themenwahl sowie WortKombinationen toll finde. Über den SeeleFrust zu Schreiben kann nicht jede! Und das du mir dabei noch ein Schmunzeln zaubern kannst, spricht sowieso für dich.
    Leben und leben lassen! So gestalte ich auch mein Leben und so soll es auch sein. Wir haben ja nur dieses eine Leben! PEACE!

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  2. Liebe Tanja,

    Danke für deinen Text, du sprichst mir mal wieder aus der Seele! Mehr Toleranz Respekt dem Gegenüber entgegenbringen, könnte uns selbst mehr Möglichkeiten eröffnen – wir könnten nämlich von seinen Erfahrungen lernen und profitieren. 😉

    Liebe Grüße
    Mother Birth

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  3. Toll gesagt liebe Tanja … und noch mehr als wertfrei bitte – wertVOLL – wir können so viel miteinander lernen und miteinander wachsen – auch wenn sich die eine der Morgensonne zuwendet und die andere der Abendsonne.

    Bezogen auf die Dauer der Stillzeit hab ich heut ähnliches gesagt …..;) ….witzig, wie sich die Themen ergänzen.

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  4. „Ich bin sauer. Weil Frauen einfach manchmal doof sind.“ Unterschreibe ich, ebenso wie den gesamten Post.
    Wenn wir gut MITeinander leben wollen und nicht neben- oder gar gegeneinander, müssen wir lernen nicht alles zu bewerten, zu be- und verurteilen, sondern leben und leben lassen. Jeder hat einen Grund für dass, was er/sie da tut. Jeder Mutter hat einen Grund sich für ihren Weg entschieden zu haben. Und anstatt uns gegenseitig alles madig zu machen, sollten wir uns die Hand reichen und auf dem jeweiligen Weg begleiten.

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