MamaFehler, die ich immer wieder mach… (BlogParade)

Ich bin nicht perfekt. Deshalb ist es an der Zeit, der Wahrheit ins Auge zu sehen und zu meinen Fehlern zu stehen!

Die Liebe Beatrice Confuss hat mal sich und ihre Fehler ganz kritisch unter die Lupe genommen, und daüber berichtet. Daraus ist ihre erste BlogParade entstanden, in der ich supergerne mitmache, denn ich bin alles andere als eine SuperMom! Übrigens: ich mag ihren Blog sehr, weil sie ihre Texte immer mit ihren tollen Bildern behübscht, was ich ja am Anfang von meinem Blog auch gemacht hab.

 

Also hier meine Fehler:

1. Ich bin ein strukturloser Chaot. 

Ja das war ich schon immer und das bin ich immer noch. Ordnung zu halten ist für mich etwas sehr sehr anstrengendes und sehr schwieriges und überhaupt nicht mein Hobby. Mein Mann und ich geraten oft deswegen aneinander, weil er seeeeehr ordentlich ist. Er hasst es, zum Beispiel, wie ich die Waschmaschine einräum. Das geht so weit, dass er das dreckige Geschirr wieder ausräumt und neu einräumt bevor er die Maschine anlässt und ich kratz mich unterdessen am Kopf. Ich finde es wichtiger, dass meine Kinder die gewaschenen Kleider selbst in ihre Kommode räumen als dass die Kleider wie im Millitär fein säuberlich in der Schublade liegen. (Eigentlich räum ich nicht viel ordentlicher ein als meine Kinder, aber das sagen wir jetzt keinem, chch)

Ich muss ja eigentlich nicht weiter erklären, dass auch ich immer und immer wieder etwas verlege, suche, nicht finde, mich über die Unordnung aufrege. Aber ich habs einfach noch nicht geschafft ordentlich durchs Leben zu gehen.

Ich hoffe einfach, dass meine Kinder durch meine Strukturlosigkeit keinen Schaden nehmen, denn ich hab mal gelesen, dass Kinder Strukturen brauchen und lieben… In gewissen Dingen bin ich schon strukturiert, einfach ziemlich spontan. Also ich lebe die spontane Struktur. Oder so. (Die Struktur verlässt gerade diesen Text, merkt ihrs???) Mal schaun, ob sie mit mir zurecht kommen, oder ob ich es schaffe, ein bisschen mehr Struktur in ihren Alltag zu bringen.

 

2. Ich bügel nicht. 

Seit ich daheim ausgezogen bin hab ich nie nie nie mehr gebügelt. Mein Mann trägt keine Hemden, und falls er mal eins tragen will war die Abmachung, dass er sich das selber bügelt. War ja nicht meine Idee, ein Hemd zu tragen. Bügeleisen und Bügelbrett hatten wir bis vor einem Jahr zwar noch, doch endlich, ja endlich nach dem 3. Umzug hatte ich den Mut es weg zu schmeissen. Und, siehe da, ich vermisse nix! (übrigens: es ist alles nur eine Frage der AufgängMethode)

 

3. Ich bin ein MorgenMuffel.

Ich bin zwar eine FrühAufsteherin, aaaaber, eigentlich nur deshalb, weil ich nach dem Aufstehen mindestens eine halbe Stunde für mich brauch. Wenn jemand mit mir wach wird und mich schon voll labert bevor ich richtig wach bin, dann bin ich total überfordert. Mein erster Gang am Morgen ist der zur KaffeeMaschine, und mein Motörchen fängt erst nach den ersten paar Schluck Kaffee an zu laufen. Da ich ja immer die allerserste bin die aufsteht und niemand was mitbekommt von meiner MorgenMuffeligkeit bin ich wahrscheinlich sowas wie ein inkognito MorgenMuffel.

 

4. Meine Kinder schauen fern. Oder iPad. 

Seit wir in unser Haus gezogen sind haben wir wieder einen Fernseher. Zu meiner Freude haben wir davor zwei Jahre ohne Fernseher gelebt und ich habs geliebt. Ich hab dann dem Wunsch von meinem Mann nachgegeben, dass er in unserem Haus gerne einen Fernseher hätte, damit wir, wenn es draussen mal regnet einen schönen Familienfilm schauen könnten. Pfffff. Haha, der Schuss ging wohl nach hinten los. (eigentlich hab ich es ja gewusst). Meine Kinder schauen unglaublich gerne fern. Oder Filme auf dem iPad. Und wenn ich gerade ein Coaching per Skype hab, oder mal in Ruhe das Mittagessen kochen will, dann bin ich so unglaublich frech und setz sie vor den Fernseher. Oder drück ihnen das iPad in die Hand. Und danach schäm ich mich dafür.

 

5. Ich bin iPhone süchtig. 

Oh ja. Und das ist so ziemlich der grösste StreitPunkt zwischen meinem Mann und mir. Mein Mann gehört nämlich zu der Sorte Mensch, die nie, wirklich nie aufs Phone schauen. TextNachrichten liest er höchstens mal einmal am Tag wenn es hoch kommt. (er beschränkt sich auch aufs Lesen, zurück schreiben tut er nie. NIE) Ich bin da ein anderes extrem. Ich hab das Handy immer bei mir, und gefühlt alle 2 Minuten schau ich drauf. Das nervt mich selber total und ich versuche langsam, mich davon zu entwöhnen, was nicht wirklich einfach ist.

 

6. Manchmal, ja manchmal da schrei ich meine Kinder an. 

Dann nämlich, wenn sie so unglaublich laut sind und wie ein Eichhörnchen auf Droge durch unser Haus rennen und alles verwüsten. Vor allem meine mittlere Tochter hat ab und zu diese ZerstörungsAnfälle, wo sie alles, was ihr in die Hände kommt kaputt macht. Ich kann dann nicht anders, nach zwei drei Versuchen, alles in Ruhe und Gelassenheit zu regeln werde ich laut wenn die ruhige Methode nicht anschlägt. Ich bewundere jene Mütter, die immer ganz ruhig und leise in eienem gemächlichen, coolen Ton mit ihren Kindern sprechen. Und ich bewundere noch mehr die Kids, die dann ihrer Mutter zu hören, und genau das machen, was sie ihnen sagt. Ich kanns nicht, meine Kinder könnens nicht.

 

7. Ich fluche. Vor meinen Kindern. Und das Schlimme daran: ich verbiete es ihnen nicht, das Gleiche zu tun. 

Warum? Es gäbe da drei Möglichkeiten:

1. Entweder ich hör auf mit Fluchen und meine Kinder kommen bis zum Kindergartenalter nicht in Kontakt mit Fluchworten. (diese Möglichkeit erschien mir zu utopisch, weil ich das Fluchen einfach nicht lassen kann.) Oder

2. Ich verbiete es meinen Kindern, obwohl ich selber auch fluche. (mal ehrlich: wie glaubwürdig bin ich dann???!!!) oder

3. ich lass es sein und hör halt ab und zu aus den Kindermündern ein „damimol“ oder „seisseeee“

Ich hab mich mit Möglichkeit Nummer drei angefreundet und so fluchen unsere Kinder ab und zu mal. 

 

8. Ich hab ein Problem mit Autoritäten und Ungerechtigkeiten. 

Jep, so ist es. Deshalb kann ich es mir nicht mehr vorstellen, ganz klassisch irgendwann mal wieder als Angestellte Zahntechnikerin in einem Labor zu arbeiten. Weil ich mir sehr sehr ungern was sagen lasse. Ich finde auch nicht, dass es sowas wie konstruktive Kritik gibt. Kritik ist für mich immer Kritik und nie konstruktiv. Das heisst nicht, dass ich eine schlechte Angestellte bin. Wenn man mich machen lässt, dann komm ich in Hochform, bin dann auch sehr ehrgeizig und verantwortungsbewusst. Aber, sobald ich mein Ding nicht mehr durchziehen kann fühl ich mich wie ein frustrierter Gorilla im Affengehege im Zoo. Deshalb bin ich auch in der Kindererziehung nicht gern der Chef. Ich mag dieses oben herab nicht. Und wahrscheinlich bin ich auch ziemlich beratungsresistent. Ich mag gut gemeinte Tips, die mich weiter bringen, aber wenn irgendwas an mich heran getragen wird, das für mich in der Bauchgegend so ein beklemmendes Gefühl auslöst, dann schalt ich auf Durchzug. Das tut mir echt leid für all diejenigen, die es nur gut mit mir meinen…

 

9. Ich möchte wohl allen gefallen. 

Gut, ok, wer will das schon nicht, das ist ja wohl so ein MenschenThema Ding. Aber seit ich schreibe merke ich immer wieder, wie ich auf die WordPress Statistik schiel und nachguck, wieviele Leser meine neuen Artikel haben. (die Ironie von der Geschichte: die Aritkel, die ich richtig richtig toll find haben immer relativ wenig Leser, und die, die ich nicht so toll find haben viele. Komisch.) Oder ich schau auf meiner Facebook Seite nach, wieviele Likes sie hat. Und wisst ihr was? Eigentlich ist das alles sch…egal. Denn, das Schreiben macht mir Spass und wenn nur jemand meinen Text liest und sich genau diese Person von mir inspiriert fühlt, dann hab ich doch genau das erreicht, was ich wollte.

 

10. Ich sollte mir mehr Zeit für meinen Mann nehmen. 

Jep. Und das ist wohl der grösste Fehler, den ich momentan begehe. Am Abend liege ich mit meinen drei Kindern im Bett und warte bis alle schlafen (das StillBaby hängt dann gefühlt stundenlang an meinen Brüsten). Ich nehme mir Abend für Abend vor, dass ich nochmals hoch geh zu meinem Mann um mit ihm ein gutes Gespräch zu führen oder zu kuscheln. Ich schaffs fast nie. Auch wenn ich vor dem zu Bett gehen noch einen Kaffee trink. Entweder schlafen die Kids lange nicht ein, oder das Baby wird sofort wieder wach, kaum will ich das Bett verlassen, oder ganz einfach, und das passiert meistens, ich selber schlaf auch ein. Sorry Schatz!

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