Wie diese Geschichte beginnt

Hallo du, ja genau du! Hast du lust auf eine kleine Geschichte? Ja?

Falls du an den Himmel glaubst, beginnt die Geschichte, die ich dir erzählen möchte wohl genau dort. Das soll jetzt nicht heissen, dass diese Geschichte nur für die geschrieben ist, die an den Himmel glauben, oh nein, so einfach möchte ich es mir nicht machen. Das geht an alle HimmelsZweifler: läuft mir jetzt nicht schon in den ersten Sätzen davon, oh nein, bleibt hier! Für euch beginnt die Geschichte irgendwo hoch oben, in den Wolken.

Ich durfte vor einiger Zeit Bekanntschaft machen mit zwei wunderbaren Freunden. Die beiden kennen sich schon eine halbe Ewigkeit, (falls es sowas wie Zeit und Raum im Himmel, entschuldigung, in den Wolken überhaupt gibt). Immer wieder gehen sie zusammen auf Reisen, also eigentlich hauptsächlich nur einer von beiden, das Herz. Der kleine Engel begleitet es immer wieder von einem Reiseziel zum nächsten und zwischendurch treffen sich die beiden wieder auf einer kleinen Wolke. Wenn sie sich wiedersehen ist das immer ein grosses Fest voller Freude und ein Riesengaudi. Dann versammeln sich alle Sterne rund um sie herum um mit zu lauschen, wenn das Herz dem Engel von seinen neusten Abenteuern berichtet.

Du mein Leser oder meine Leserin musst wissen, im Himmel (oder in den Wolken) gibt es keine Namen. Herzen und Engel brauchen das dort oben nicht. Nur für meine Geschichte ist es ein wenig einfacher und hilfreicher, wenn die beiden Freunde Namen tragen. Und weil Serafine ein Name ist, der Engel bedeutet, tauf ich den Engel aus dieser Geschichte ganz einfach Serafine. Und weil Alma die Seele bedeutet und auch ein wunderschöner Name ist, nennen wir das Herz mal so. Was das Herz mit einer Seele zu tun hat wirst du im Laufe dieser Geschichte erfahren, wenn du weiter liest.

So viel zum Organisatorischen.

Ach ja. Wo sind wir stehen geblieben? Ja genau im Himmel oder auf der Wolke. Dort sitzen sie nun die Beiden. Serafine hört dem hüpfenden Alma (jaaaaa, dem, denn Alma kann sowohl ein Jungen- wie auch Mädchenname sein. Wie Serafine. Und weil ich schon Serafine mit langen blonden Haaren gezeichnet hab, ist sie in meiner Geschichte weiblich. Und weil ich für Gleichberechtigung bin, darf das Herz ein Junge sein in dieser Geschichte. Aber was erzähl ich da. Wenns schon keine Namen im Himmel gibt, gibts auch keine Männchen und Weibchen.) Nun gut, ich schweife ab. Hoffentlich zum letzten Mal.

Die beiden sitzen auf der Wolke, Serafine hört gespannt zu was Alma zu berichten hat. Und er hat viel zu berichten. Von Abenteuern, lieben Menschen, die er getroffen hat, von einer Reise, die ihm richtig viel Spass gemacht hat. Eine Reise, die ihn vieles gelehrt hat. Eine Reise, die jetzt zu ende ist. Je mehr er erzählt, desto schwerer wird es in ihm. Langsam macht sich Fernweh breit. Du musst wissen, Herzen haben ganz viel Lebensfreude in sich drin, die brauchen immer irgendwas zu tun. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, Liebe zu empfangen und zu geben. Sie sind so zu sagen Liebes Magneten. Naja, da im Himmel hauptsächlich die Engel wohnen, und die schon sehr liebenswert und geduldig sind, gibt es dort oben nicht wirklich viel zu tun für Herzen. Und so wird es auch unserem Alma langsam wieder langweilig bei Serafine. So sehr er sie mag und sich freut sie zu sehen. Da ist diese Sehnsucht nach Abenteuer, diese Sehnsucht danach, wieder Liebe erfahren zu dürfen, die immer grösser und grösser wird.

Und weil Engel wie gesagt ganz liebe Wesen und dazu noch ziemlich einfühlsam und clever sind, merkt unsere Serafine natürlich ziemlich schnell, dass Alma langsam wieder das Fernweh packt. So fragt sie ihn ganz leise: „ Du Alma, wie wärs, wenn wir für dich wieder ein neues Reiseziel aussuchen würden?“

Oh wow, das kleine Herzchen fing wieder an zu hüpfen und zu leuchten vor Freude! „Oh ja Serafine! Ich würde so gerne wieder auf Reisen gehen!“

„Na dann machen wir uns doch auf die Suche nach dem nächsten Reiseziel mein lieber Freund, was meinst du? Bist du bereit?

Der Engel muss dann immer schmunzeln, denn natürlich weiss er schon alles, er war ja schliesslich nie wirklich weg. Nur das Herz, ja das kleine Herz konnte den Engel eine Weile lang nicht mehr sehen. Und deshalb fängt es jedes Mal, wenn es ihm wieder begegnet an zu hüpfen vor Freude und beginnt zu erzählen. Und erzählen und erzählen… Nun, weil Engel ganz geduldige und gutmütige Wesen sind, nimmt sich der Freund die Zeit und lauscht gespannt zu, was das Herz so zu berichten hat.

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