MamaTage wie dieser.

Ein kleines, spontanes Video, welches ich heute gedreht hab braucht noch ein paar Worte von mir.

Ein kleiner Ausschnitt aus meinem MamaTag. Ja, ich bin vielleicht ein bisschen verrückt, vielleicht bin ich einfach nicht eine 0815 Mama, aber wer ist das schon? Um Mama zu werden muss frau wahrscheinlich so oder so ein bisschen verrückt sein.

Und ja, vielleicht mache ich im Moment eine sehr intensive Zeit durch, in der ich mich frag, wer ich bin, wo ich steh und wohin ich noch gehen will.

Ich bin Mama. Das ist mein HauptJob. Mein Hauptberuf.

Ich bin CEO der Firma Suppiger. Zuständig für die Logistig, HumanRecourses, den Einkauf, die Finanzen, das Facility Management. Das ist alles voll ok, mach ich auch gern, wahrscheinlich könnte ich noch gefühlte 1000 Bezeichnungen mehr hinzufügen. MamaSein hat mich zu einer ScannerPersönlichkeit gemacht.

Aber ich bin noch mehr. Und das wird mir immer mehr und mehr bewusst.

In mir schlägt wohl ein KünstlerHerz. Sicher ist das der Grund, weshalb ich Zahntechnikerin wurde. Ein Beruf, der kreativ, genau, abwechslungsreich und spannend ist. Nur leider kann ich mit meinen drei Kids nicht mehr im Labor arbeiten. Aus ökonomischen Gründen. Aufwand und Ertrag gehen einfach nicht mehr auf, passen nicht mehr in die Firma Suppiger. Unser Geldbeschaffer ist der Herr Papa. Oft haben wir darüber diskutiert, was die beste Lösung für unsere Firma ist, wer welche Aufgaben übernimmt. Das mit der #Vereinbarkeit ist nicht so einfach, wie viele denken. Für beide Seiten nicht. Papas und Mamas. Auch Väter haben zu kämpfen, wenn sie ihr Pensum reduzieren und ein bisschen FamilienArbeit leisten möchten. Wir können ein Liedchen davon singen.

So musste ich manches los lassen. Und hab dabei Platz für neues geschaffen.

Ich verabschiede mich immer mehr und mehr vom ZahnBusiness. Das fällt mir nicht leicht. Weil ich eine gute Ausbildung hab. Weil ich den Job geliebt hab. Weil ich heute auch noch extrem gerne mich hin setze und Zähne mach. Wenn ich kann. Ich liebe es, Kurse zu geben, den Jungen etwas weiter zu geben, zu motivieren. Aber: ich habe drei Kinder, die es mir schwer machen, mir den nötigen Raum dafür zu nehmen.

Ich bin gezwungen, los zu lassen. Manche denken sich jetzt wohl: hei, aber die Kinder sind noch klein, bald kommt eine andere Zeit, bald hat sie wieder mehr Raum. Ja, mag sein. Aber ich lebe JETZT. Und das Jetzt ist es, welches es mir schwer macht, das Zahnbusiness und die Familie unter einem Hut zu bringen.

Fakt ist: ich kann nicht nichts tun.

Ja, MamaSein, Haushalt führen, Kinder gross ziehen, das ist sehr viel, ich weiss! Das ist ein FullTimeJob, I know.

Nur, in mir schlägt nicht nur ein Mama-, sondern auch  ein KünstlerHerz. Das wird mir immer mehr und mehr bewusst. Manche kennen das wahrscheinlich: der Moment, in dem eine Idee im Kopf entsteht, ein Bild im Kopf ist, da nicht mehr raus geht. Dann kommt sie über mich, diese kreative Welle, sie staut sich an, wird immer grösser und grösser, will ins Rollen kommen. Wenn ich ihr dann, in diesem Zeitpunkt keinen Raum geben kann, dann dreh ich durch. Dann bin ich alles andere als ausgeglichen. Ich fühl mich dann mit mir überfordert, ich hab dann kein Medium um mich auszuleben. So ist es auch mit dem Schreiben. Der Text ist im Kopf, die Finger zucken, müssen schreiben.

Ich lerne mich wohl erst jetzt so richtig kennen

Die Geburten meiner Kinder haben mein Leben grundlegend verändert. Ich bin extrem dankbar dafür. Es ist wunderschön, diese kleinen Menschen in ihr Leben zu begleiten.

Aber da ist auch mein Leben, mein Tun. Und so kommt es wohl so, wie es im Moment kommen muss: Meine Kinder lassen mich nach kreativen Lösungen suchen. Sie bringen mich dazu, zu fragen, wer ich wirklich bin, was ich brauche, um eine zufriedene, glückliche Mama zu sein. Ein Stückchen bin ich schon weiter: Ich muss mein Ding durchziehen können. Dafür stehe ich auch gern mal um 4 Uhr in der Früh auf. Oder gehe das Risiko ein, riesiges kreatives Chaos zu veranstalten, damit ich malen kann. Ich liebe es, Menschen zu begleiten, Kontakte zu knüpfen, zu zuhören, Menschen zu inspirieren und motivieren. Und ich muss meiner Kreativität freien Lauf lassen können. Kochen, Putzen und Aufräumen macht mich nicht glücklich (und das ist überhaupt nicht abwertend gemeint, ich wär manchmal froh, würde es mich glücklich machen!)

Ich will selbständig sein

Das ist wohl das tollste, schönste am MamaSein! Wir sind unserer eigener Chef. Und zugleich ist genau DAS das Schwierige am Ganzen. Ich bin selbständige, Mompreneur. Neben meiner Anstellung als CEO hab ich noch mein Business, das mir wichtig ist, wo ich alleine da steh. Ein Business, das am wachsen ist. Um meine Kinder herum. Aber es wächst genau WEGEN den Kindern, ohne sie würde es HerzKunstWerk und HerzBauchWerk nicht geben. Das muss ich mir immer wieder bewusst machen.

Mich gibts nur mit den Kids. Im Moment. JETZT. Mich Jetzt glücklich zu machen, meinen kreativen Tsunamis Raum zu geben und für mich da zu sein, das ist meine Herausforderung im Moment. Und meine Chance.

Genau diese Chance gilt es zu packen

Um mich herum entsteht Schritt für Schritt mein Business. Ich lerne. Mach mich schlau. Gebe mir die Erlaubnis, Geld zu verdienen. Ich brauch noch ein bisschen Struktur, muss anfangen, unternehmerisch zu denken. Das alles überfordert mich manchmal. Oft fehlt mir die Zeit. Gerne wäre ich schon weiter. Viele Ängste und Glaubensmuster zeigen sich auf meinem Weg.

Ich wäre gerne schon viel weiter, hätte gerne mehr Zeit, mehr Resourcen, wäre gerne professioneller. Aber ich hab auch schon ganz viel gelernt. Und hei, ich bin in erster Linie immer noch Mama.

6 thoughts on “MamaTage wie dieser.

  1. Liebe Tanja,
    du drückst in deinem Beitrag aus, was ich genauso fühle. Ich glaube, du bist nur schon ein Stück weiter als ich.
    Ich wollte immer künstlerisch arbeiten. Habe dann Lehramt studiert, zwar mit Schwerpunkt Kunst, aber seit dieser Zeit habe ich so wenig gemalt, wie nie. Klingt verrückt. Als ich neulich bei meinen Eltern meine alten Mappen aus dem Keller grub und meine alten Bilder von VOR dem Studium sah, habe ich zwei Tage lang geheult. Es ist fast ein bisschen, als hätte ich mich selbst verleugnet all die Jahre, in denen ich kaum noch etwas gemalt habe. Und ich würde mich auch gerne neu positionieren und endlich mal da weiter machen, wo ich damals aufgehört habe und was mir immer gefehlt hat. Ich wäre sehr glücklich, wenn ich für die Kinder da sein kann (auch wenn sie mal größer sind und trotzdem mein Ding machen könnte und damit GEld verdienen könnte. Es mangelt mir auch nicht an Arbeitseinsatz und Energie. Ich würde es nur gerne miteinander vereinbaren. Dabei brauche ich auch keine Reichtümer. Einfach soviel, dass es reicht. Das wäre schön.
    Ich wünsche dir…ach ich wünsche uns, dass wir was draus machen und es so möglich ist, wie wir uns das wünschen.

    Viele viele Grüße!

    beatrice

    Gefällt 1 Person

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