Was ist für mich Lebensqualität – 5 Schritte um als Hochsensible glücklich zu sein. #blogparade

Lebensqualität. Das ist so eine Sache, über die man, glaube ich, stundenlang philosophieren könnte. Ich lebe in einem Land, dass, wenn es um Wikipedias Definition von Lebensqualität geht, eine der höchsten hat:

Mit dem Begriff Lebensqualität werden üblicherweise die Faktoren bezeichnet, welche die positiven Lebensbedingungen in einer Gesellschaft für deren Individuen ausmachen. Im allgeme

Und dennoch sind hier viele unglücklich. Haben wir in der Schweiz eine der höchsten Suizidraten weltweit. Ich kann dir nicht sagen, weshalb das so ist, ich hab keine Ahnung. Ich hab da nur so eine Vermutung: Wahrscheinlich zählen bei uns die materiellen Werte wie Bildung, sozialer Status, Gesundheit und Natur ein bisschen mehr als das subjektive Wohlbefinden. Also ob wir uns glücklich fühlen oder nicht.

Lassen wir also mal das ganze Materielle weg und widmen uns dem Subjektiven. 

Mit dem Begriff Lebensqualität werden üblicherweise die Faktoren bezeichnet, welche die positiven Lebensbedingungen in einer Gesellschaft für deren Individuen ausmachen. Im allgeme

Natürlich kann ich dir diese Frage nicht beantworten. Und mit grosser Wahrscheinlichkeit werden die Antworten so unterschiedlich sein wie wir Menschen. Aber ich sehe das Ganze mal von der hochsensiblen Perspektive.

Wie können wir Sensitiven unsere Lebensqualität steigern, ohne dass wir uns gleich einen teuren BMW kaufen müssen? (Genau diese materielle Geschichte zieht bei uns am wenigsten hab ich oft das Gefühl)

 

Mit dem Begriff Lebensqualität werden üblicherweise die Faktoren bezeichnet, welche die positiven Lebensbedingungen in einer Gesellschaft für deren Individuen ausmachen. Im allgeme

Ich habs schon mal beschrieben in folgendem Text, es ist an der Zeit für uns Hochsensible, uns raus aus der Mimosenfalle zu bewegen. Hochsensibel zu sein ist keine Krankheit,  kein riesiger Nachteil, und schon gar nicht eine fiese Lebensstrafe.

Im Gegenteil. Sensitiv zu sein macht das Leben spannend.

Stell dir vor, dass du einfach eine Person bist, die filterfrei und ein bisschen achtsamer durchs Leben geht. Klar, manchmal, in gewissen Situationen würde man gerne filtern, sich abgrenzen. Alles nicht so nah an uns heran lassen. Das ist auch nicht so ein Ding, dafür gibt es einige gute Übungen und Strategien die super funktionieren, ohne dass wir gleich zum emotionalen Holzbein mutieren müssen.

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Sensitiv zu sein bedeutet, mit ganz vielen tollen Eigenschaften und Vorteilen auf die Welt zu kommen. Lass mich nur einige davon aufzählen (ich könnte nämlich eine Endlosliste schreiben):

Du nimmst Stimmungen und Emotionen von anderen sehr stark wahr und kannst dich also sehr gut in dein Gegenüber einfühlen. Deshalb bist du ganz sicher eine tolle Zuhörerin. Wahrscheinlich kommen die Menschen sehr gerne zu dir und erzählen. Dinge, die sie sonst niemandem erzählen würden. Weil sie sich bei dir verstanden und gesehen fühlen.

Du hast seit deiner Kindheit eine wilde Phantasie und kannst deinen Kindern aus dem Stehgreif die tollsten Geschichten erzählen. Du bist ein Querdenker, weil du einfach eine grosse Vorstellungskraft hast und in anderen Dimensionen zu denken vermagst.

Du bist ein Mensch, der gerne unabhängig und frei ist. Engt man dich zu sehr ein wird es dir ziemlich schnell unwohl. Du kannst sehr gut für dich selber sorgen und machst dich nur ungern von anderen unabhängig.

Du weisst, dass dein Bauchgefühl immer richtig ist. Passiert es dir öfter mal, dass dein Bauch was ganz anderes gefühlt hat als das, was dein Verstand dir einreden wollte? Du nach dem Kopf gehandelt hast und am Schuss ging natürlich wieder mal alles hinten los? Ärgerlich, nicht wahr?!? Hm, dann wird es an der Zeit sein, dich mit deiner Intuition zu beschäftigen und auf sie zu vertrauen. Bitte mehr Bauchgefühl! Das ist die Devise. Intuition ist nämlich eine Gabe, die bei uns Sensitiven sehr ausgeprägt ist. Man muss nur lernen, sie richtig zu deuten und darauf zu vertrauen.

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Wahrscheinlich ist das der wichtigste Punkt zu mehr Lebensqualität in einem hochsensiblen Leben. Erkenne, was du wirklich brauchst, damit du deine Bedürfnisse stillen kannst.

Für mich ist es zum Beispiel extrem wichtig, dass ich am Tag ein oder zwei Stunden nur für  mich hab. Um bei mir sein zu können, mich zu spüren, mein Ding zu machen. Dafür stehe ich morgens um 4.30 Uhr auf, wenn der Rest der Familie schläft. Und male. Plane meine Woche. Tüftel an meinem Business oder schreibe an diesem Blogbeitrag.

Finde heraus, was dir gut tut, deine Batterien wieder auflädt und du brauchst, um wieder in deine Mitte zu kommen, dich zu spüren.

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Ja genau! Zeig dich! Authentisch, so wie du bist! Du brauchst nicht die knallharte PowerLady zu sein. Sprich aus, wenn dir etwas nahe geht, du dich gerade überrumpelt fühlst oder dich eine Emotion überrannt.

Mein Sohn hatte letztens seinen ersten Schnuppertag im Kindergarten. Weil er unbedingt in den Chindsgi gehen will, sind wir schnuppern gegangen. Er durfte danach sich selber entscheiden, ob er nun gehen will oder nicht und die Anmeldung der Kindergärtnerin abgeben. So fand ich mich im Kindergarten sitzend wieder, meinen 4 Jährigen, aufgeregten Jungen im Kreis auf einem Stühlchen sitzend beobachten, was denn jetzt so passiert.

Und da kamen sie, wie eine Welle überrollten sie mich: die Emotionen. Ich war so überwältigt von den grossen Kindern, wie sie die kleinen vorbehaltslos in ihrem Kreis aufnahmen und in „ihrem“ Chindsgi willkommen hiessen. Das berührte mich tief im Herzen. So tief, dass ich fast ein paar Tränen verdrücken musste. Und ja, vor den andern Müttern. Und ja, ich kämpf gegen solche Gefühle nicht mehr an, sondern teile meinem Gegenüber genau das mit, was mich so berührt.

Und so entstehen oft ganz schöne Gespräche, merke ich, wie mein Gegenüber auch von ihren Gefühlen beginnt zu sprechen. Wird Eis gebrochen. Wir müssen nicht immer cool sein. Ich find das ziemlich anstrengend.

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Sei so wie du bist und steh dazu. Hochsensibel zu sein ist ein wunderbares Geschenk, dass wir zu unserem Vorteil nutzen können, um unsere Lebensqualität nachhaltig zu verbessern. Denn ich bin mir sicher, wenn wir uns zeigen, dann wird die Welt da draussen auch feinfühliger. Dann erkennen auch andere Menschen, dass sie genau so, wie sie sind richtig sind. Dass sie nicht filtern müssen, sondern zu ihren Gefühlen und Emotionen stehen dürfen.

Am meisten sehen das unsere Kinder. Die selber meistens auch hochsensibel auf diese Welt kommen. Also leben wir ihnen einfach vor, dass es voll ok ist so zu sein, wie wir sind und das Glück nicht davon abhängt, ob wir nun ganz besonders taf sind, die gute Ausbildung machen und die Karriereleiter erklimmen, den dicken BMW fahren. Sondern dass es darauf ankommt, ob wir uns spüren, unsere Bedürfnisse wahr nehmen können, uns auf andere Menschen einlassen und -fühlen können, auf unser Bauchgefühl vertrauen können und dahin gehen, wo das Herz uns trägt. Das ist für mich Lebensqualität.

Dieser Beitrag ist im Rahmen der BlogParade zum Thema „was ist Lebensqualität für dich“ von Stefanie Ochs entstanden. Vielen lieben Dank liebe Stefanie für die schöne Inspiration!

Möchtest du deine Lebensqualität steigern, lernen, deine Hochsensibilität als PowerTool zu nutzen und bist auf der Suche nach jemandem, der dich dir und deinem Schatz näher bringt? Dann ist vielleicht ein HerzBauchWerk Coaching genau das richtige für dich!

7 thoughts on “Was ist für mich Lebensqualität – 5 Schritte um als Hochsensible glücklich zu sein. #blogparade

  1. Liebe Tanja, schon jetzt habe ich das Gefühl extrem beschenkt worden zu sein! Und dein Artikel ist erst der Zweite! 🙂 ❤ Vielen Dank für deine Sicht auf das Thema Lebensqualität und toll, deine Bekanntschaft gemacht zu haben! 😀
    Stefanie

    Gefällt 1 Person

  2. Liebe Tanja,

    dein Artikel ist einfach klasse. Gerade das Jammern finde ich, ist das Allerwichtigste. Wenn wir das unterlassen, sieht die Welt schon freundlicher aus. Und jeder kann es lernen mit der Sensitivität umzugehen. Wenn wir das wirklich als Geschenk erkennen, wird alles viel leichter.

    Herzliche Grüße
    Barbara

    Gefällt 1 Person

  3. Liebe Tanja,

    das sind tatsächlich die fünf entscheidenden Punkt für Hochsensible. Genau die Schritte, die ich auch selbst in den letzten Jahren gegangen bin und unbedingt weiterempfehlen kann. Für mich war der wichtigste Punkt, meine Gabe zu entdecken. Plötzlich war Hochsensibilität kein Hindernis mehr, sondern etwas ganz besonderes, was ich geben konnte. Ich nutze heute meine Hochsensibilität in meinen Geschichten und in meinen Coachings. Und genau mit dieser ‚Art‘, die früher so belächelt wurde, kann ich weiterhelfen und inspirieren.

    Danke für die schöne Zusammenfassung!
    Liebe Grüße,
    Marie

    Gefällt 1 Person

  4. Hallo Tanja,
    ein sehr schöner Beitrag wie ich finde. Ich finde mich auch immer wieder im Kreis der Hochsensiblen. Leider habe ich das Gefühl, dass mein Bauchgefühl nicht mehr ganz klar ist – oder aber, ich hab verlernt es richtig zu verstehen oder gar zu hören. Zunehmend finde ich mich wieder, wie ich mich unzufrieden wiederfinde und etwas tue, dass ich „tun sollte“ und auch meinen Zielen und Vorstellungen entspricht, wo ich aber am Ende vom Tag angespannt bin…. Auf der einen Seite erfülle ich mit meinen Zielen meine Bedürfnisse, auf der anderen Seite auch nicht – zumindest (noch) nicht im Alltag. Und gleichzeitig will ich nicht einsehen, dass ich „so viel Pause und Zeit für mich alleine brauche“, da ich sehr ambitioniert bin und meine Ziele erreichen möchte….

    Nunja… der Kommentar ist wohl eher eine persönliche Reflektion auf Deine Worte. Danke dafür.
    Liebe Grüße, Benedikt.

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    1. Lieber Benedikt

      Schön, dass dich mein Text zur persönlichen Reflexion animiert hat.
      Ich beobachte das ab und zu, dass wir Menschen Dinge tun, die eigentlich gar nicht unserer Bedürfnissen entspricht. Weil wir halt erfolgreich, bekannt oder besonders beliebt sein wollten. Wir wollen möglichst gut in diesem System funktionieren und passen uns daran an. Und ganz oft erkennen wir eifentlich, dass theoretisch das System nicht passen würde zu unseren tiefen Bedürfnissen in uns selbst. Oft trauen wir uns dann nicht, unseren eigenen Weg zu gehen und passen uns an. Laufen in Schuhen, die drücken. Zu gross oder zu klein sind.
      Nur um irgendwie so zu funktionieren, wie wir denken, dass wir funktionieren müssten.
      Wäre es nicht viel spannender dieses Leben, wenn wir in unser Herz horchen und heraus finden würden, was denn ganz genau dieses Herz brauchen müsste, damit es anfangen würde Saltos zu schlagen?

      Ganz liebe Grüsse zurück, Tanja

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